Berufspolitik mit Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PiA) auf allen Ebenen

Als PiA sind wir die Expert*innen für unsere eigenen Anliegen. Wir kennen unsere Ausbildung, wir kennen die Bedingungen an den Kliniken aus der direkten Erfahrung, wir wissen wovon wir sprechen, wenn wir Änderungen fordern. Deswegen muss PiA-Politik und Berufspolitik im allgemeinen uns als nachfolgende Generation der Psychotherapeut*innen in Hamburg mit einbeziehen.

Die PiA-Liste setzt sich dafür ein, dass PiA nicht nur in ihren eigenen Vernetzungsrunden sondern auch auf der Landesebene in der Psychotherapeutenkammer und auf der Bundesebene auf dem Deutschen Psychotherapeutentag (DPT), als dem “Parlament der Berufspolitik”, mit einbezogen und gehört werden. Wir fordern deswegen – PiA in die Delegiertenversammlung der Kammer und eine*n delegierte*n PiA zum DPT!

Finanzielle Entlastung der PiA / PiW

Die Ausbildung ist teuer und anstrengend genug, die Umstände in den Kliniken sind untragbar. Als PiA wissen wir genau, was das für die eigene Lebensrealität jeden Tag bedeutet. Deswegen setzen wir uns konsequent und in allen Bereichen dafür ein, dass PiA und in Zukunft PiW entlastet werden.
In Hamburg werden wir uns deswegen dafür stark machen, dass die Kammermitgliedschaft für PiA kostenfrei bleibt und es auch für die zukünftigen PiW bleiben wird.
Auf Bundesebene (z.B. auf dem PPT, in der BuKo und auf dem DPT) bedeutet das: Einsatz für die Definition eines sozial- und arbeitsrechtlichen Status für PiA, mit dem wir endlich Anspruch auf angemessene Bezahlung in den Kliniken bekommen und der Kampf für eine solide Finanzierung der zukünftigen Weiterbildung (nach der Ausbildungsreform), damit auch zukünftig eine angemessene Vergütung gesichert ist.

Der Arbeitskreis PiA – kompetente Ansprechpartner*innen für PiA

Im Arbeitskreis PiA wollen wir nicht mit euch in den Austausch kommen und die Vernetzung unter den PiA fördern, sondern auch Informationen zu verschiedenen Themen bieten:

Wie suche ich mein Ausbildungsinstitut aus? Welche Versicherungen brauche ich als PiA? Die Steuererklärung geht noch immer nicht auf einen Bierdeckel – was muss ich beachten? Endlich um die Altersvorsorge kümmern – zum Beispiel mit dem Psychotherapeutenversorgungswerk. Was läuft gerade in der Ausbildungsreform? Neues aus der Kammerpolitik.

Verbesserte Perspektive nach der Approbation

Die Berufsaussichten als Psychotherapeut*in haben sich seit der Schaffung unseres Berufes mit dem Psychotherapeutengesetz (1999) deutlich geändert. Es gibt viel vielseitigere Berufsfelder als damals bedacht wurde – neben der niedergelassenen Arbeit in der eigenen Praxis. Psychotherapeut*innen in Beratungsstellen, Rehakliniken, in MVZ, im Job-Sharing in einer Praxis und mit leitenden Tätigkeiten wurden damals nicht so vorgesehen. Wer in solchen Strukturen arbeitet,muss aber ebenso in der Kammerpolitik mitgedacht werden und vertreten sein.

Wir möchten uns dafür einsetzen, dass PiA früher darüber informiert werden, welche beruflichen Perspektiven sich ihnen bieten. Dazu gehört nicht nur Information und Beratung über Alternativen, sondern auch der Einsatz für ein angemessenes Praxiswertmodell. Wer hat schon 80.000€ für einen Kassensitz?

Gleichstellung und Repräsentanz aller Geschlechter in der Kammerpolitik

Aktuell gibt es unverhältnismäßig wenig Frauen in der Berufspolitik. Angehörige anderer Geschlechter, wie z.B. intersexuelle, transgender und nonbinär identifizierte Psychotherapeut*innen werden überhaupt nicht sichtbar. Wir streben ein zumindest ausgeglichenes Verhältnis von Frauen und Männern in der Berufspolitik an sowie die Sichtbarkeit und Interessenvertretung auch anderer Geschlechter. Ein erster Schritt in diese Richtung ist eine geschlechtersensible Sprache in Wort und Schrift.

Historische Chance – die zukünftige Weiterbildung gestalten

Die Reform der Psychotherapeut*innenausbildung ist in ihren letzten Zügen, noch macht die Politik den Feinschliff für das kommende Studium, aber danach sind die Psychotherapeutenkammern gefragt. Die Weiterbildung nach dem reformierten Psychotherapiestudium wird auf der Landesebene geregelt und es wird eine wichtige Aufgabe der neuen Kammerversammlung sein, die Weiterbildungsordnung zu entwickeln. Wer, wenn nicht wir PiA kann hier die Erfahrungen aus der aktuellen Ausbildung einbringen und so potentielle Regelungslücken und Ausbeutungsfallen erkennen? Wir rechnen damit, dass Kliniken und Ausbildungsinstitute versuchen werden ihre Interessen für die Weiterbildung durchzusetzen – da braucht es für die zukünftigen PiW eine starke Gegenstimme von uns. Wir brauchen hohe Qualitätsstandards für die Aus- bzw. dann Weiterbildungsinstitute und die Arbeit an den Kliniken.

Wir haben den ethischen und versorgungsrechtlichen Auftrag psychotherapeutische Behandlungsmethoden kontinuierlich weiterzuentwickeln, um die Versorgung zum Wohle aller Patient*innen weiter zu verbessern. Zu diesem Zweck muss die Wirksamkeit flexibler und individualisierter Behandlungen aus unserer Sicht durch eine ergebnisoffene und evidenzgeleitete Überprüfung vielfältiger psychotherapeutischer Ansätze evaluiert und vorangebracht werden. Um dies zu ermöglichen, setzen wir uns bei der Gestaltung der Weiterbildungsordnung dafür ein, dass die psychotherapeutische Weiterbildung mit der wissenschaftlichen Weiterqualifikation auch in Zukunft vereinbar ist.

Berufspolitik

Berufspolitik mit PiA auf allen Ebenen.

Finanzielle Entlastung

Finanzielle Entlastung der Psychotherapeut*innen in Ausbildung und der Psychotherapeut*innen in Weiterbildung

Gestalten

Die auf uns zukommende Weiterbildung aktiv mit gestalten.

Perspektiven

Stärkung der Interessen von Kolleg*innen die in alternativen Berufsfeldern tätig sind.

Solidarisch

Gleichstellung und Repräsentanz aller Geschlechter in der Kammerpolitik.

Präsent

Wir sind Ansprechpartner*innen für Eure Interessen in der Berufspolitik Psychotherapie

Engagierte Berufspolitik